
Postimpressionismus ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Malstile in 19. und 20 Jh. Schwerpunkt der Entwicklung war Frankreich. Die genauen Zeitrahmen sind von zwei großen Ereignissen in der Kunstwelt eingegrenzt. Postimpressionismus begann auf der letzten Ausstellung der Impressionisten im Jahre 1886 und endete auf der ersten Ausstellung der Fauvisten in 1905.
Der Begriff weist schon drauf, dass Postimpressionismus von Impressionismus kommt, steht ihm aber kritisch gegenüber. Postimpressionisten setzten weiterhin Farbverständnis der Impressionisten fort, lehnten jedoch die Nachahmung und eine getreue Wiedergabe der Natur ab. Sie strebten mutig nach einem unverwechselbaren neuen Stil, postulierten auch Freiheit und Autonomie des Kunstwerks. Es lag ihnen viel an stärkeren Ausdruck der Bilder, als das in impressionistischer Malerei durchgeführt wurde.
So steht in vielen Werken von Impressionisten im Vordergrund ihr emotionaler Zustand. Eine untergeordnete Rolle spielt hier Lichtspiel aber eine größere die Farbmanipulation, was die geistliche Zustände des Schriftstellers wiederspiegelt. Der Raum in postimpressionistischen Gemälden ist koloristisch differenziert. Die freien Linien, Konturen und Formen sind aus allen Normen befreit worden. Die Kunstwerke der Postimpressionisten zeigen keine Momentaufnahmen des Lebens oder flüchtige Momente mehr, sondern bilden eine genau überlegene und symbolische Gesamtheit, was das Temperament des Künstlers in seinen Bildern widerspiegelt.
Das Schaffen der Postimpressionisten hat anderen inspiriert und gab Anlass zu zahlreichen avantgardistischen Strömungen, unter anderem Neoimpressionismus, Symbolismus, einige Kunsthistoriker schließen zu den postimpressionistischen Ereignissen auch Fauvinismus ein. Zu den wichtigsten Künstlern des Postimpressionismus gehören: Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Paul Cézanne und Henri Toulouse-Lautrec. Jeder von ihnen stellt einen für sich selbst sehr charakteristischen Stil dar, alle aber verbindet die Idee der postimpressionistischen Malerei.